Das Leben Pietro d’Abano ist meistens geheimnisvoll vor allem durch zahlreiche Sagen über sein Leben und falschen Dokumenten, welche die historische Rekonstruktion noch schwerer macht. Man weiß Bescheid, dass Petrus Aponus, de Abano, Aponensis, Patavinus, Paduanus, Paduanensis, gegen das Jahr 1257 geboren wurde (einige meinen im 1250), sein Vater Costanzo war Notar. Sicher ist, denn er selber davon erzählt, daß er nach seinem Medizinstudium lange in Kostantinopel lebte, möglicherweise seit dem 1270 bis auf dem 1290. Dadurch daß er Griechisch und Arabisch konnte, dürfte er Aristotele, Galeno und Alessandro von Afrodisia übersetzten und auch unterrichten.

Im Jahr 1300 war er in Paris wo er Vorlesungen an der Universität belegte und ein großter Teil seiner Werke verfasste. Forscher Averroè, der Naturwissenschaft und Astrologie, Pietro d’Abano erregte das Verdacht der Inquisition. Der erste Prozeß gegen ihn endete mit Freispruch von der Anklage, er hätte in seiner Bücher und während seiner Unterrichten Behauptungen aufgenommen, die die kirchliche Dogmas widersprachen, und er strebte nach Materialismus.

Im 1307 unterrichtete er an der Universität in Padua Medizin, Philosophie und Astrologie. Ein zweiter Prozeß für Magie und Irrlehre fand statt, wurde aber von der Stadtverwaltung abgebrochen. Im 1315, als er schon krank war, habe er sich für die katholische Religion erklärt, und seine bisherige Äußerungen im Widerspruch zur kirchlichen Dogmas abgeschwört. Das nützte nicht, ein dritten Prozeß zu vermeiden, welcher nach seinem Tod im 1315 fortschrittet und endete mit dem Urteil zum Brand seiner sterblichen Überreste.

Die zahlreiche Kodex, Inkunabel und Cinquecentine beweisen dass die Schriften Pietro d’Abano bis zum Ende des XVI Jahrhundert sehr verbreitet waren. Um welche Schriften geht es? Das wichtigste überhaupt ist Conciliator differentiarum philosophorum et precipue medicorum, wo er entgegensprechende Meinungen Philosopher und Ärzter über Themen der Naturwissenschaft sammelte und gegenübersetzte, um sie zu versöhnen. De venesis eorumque remediis ist ein kurzer Schriftstück über die Stärke der Gipfel und die Gegenmittel zu benutzen. In Lucidator dubitabilium astronomiae und De motu octavae spherae geht es um Astronomie und Astrologie. Expositio problematum Aristotelis. In der Compilatio physionomie beschäftigt er sich mit der Physionomie. Geomantia und Heptameron so wie Astrolabium planum in tabulis ascendes sind apokryphe Werke. Zuletzt kommen die Übersetzungen  von Galeno, Ippocrate und Discordie.

Gegen Ende des XVI Jahrhunderts als die empirische Medizin sich durchsetzte, sein Ruf als Wissenschaftler nachläßt und verbreitet sich die Vorstellung von ihm als Zauberer und Schwarzkünstler. Beispiele davon sind drei Opernstücke, eine Komödie und ein Roman des XIX Jahrhunderts. Heutzutage alle search engines bieten link zu web Seiten esoterischer und magischer Art.

In der Tat ist es heute anerkannt, Pietro d’Abano war ein sehr wichtiger Verfasser besonders über Medizin und generell über die Naturwissenschaft, vor das wissenschaftlichen Verfahren. Auf einer Seite darf man nicht behaupten, er war ein Wissenschaftler weit voraus seiner Zeit, aber sicherlich darf man auch nicht seinen Beitrag zur Fortsetzung der Nachforschung unterschätzen. Es handelt sich hier um eine Untersuchung die die Hintergründe hervorhebt und die Werke der Meister siebt.